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Wie entstand das Forum Ackerbau / Was für Ziele hat es sich gesetzt Am 24. September 1998 trafen sich auf Anregung von Peter Weber, Liebegg, folgende Personen zur ersten Sitzung, die zur Gründung des Forum Ackerbau führte und die heutige Versuchstätigkeit und Tagung zur Folge hatte: Peter Weber, Liebegg, Andreas Buri Strickhof, Andreas Keiser, Wallierhof, Ueli Voegeli, Charlottenfels und Ferdi Weilenmann, FAL. Entschuldigt war Kurt Baumann vom Arenenberg. Haupttraktandum der Sitzung war eine Aussprache über die Koordination von Pflanzenbauversuchen an landwirtschaftlichen Bildungszentren in der Nordost- und Ostschweiz und ev. weiterer Regionen. Die Diskussion der Frage betreffend Koordination der Pflanzenbauversuche wurde ausgelöst durch die Neuorientierung der BLW-Streifenversuche (früher EGV-Versuche) mit Weizensorten. Eine Koordination der Versuche war (und ist) aus verschiedenen Gründen naheliegend: Breitere Abstützung der Versuchsresultate: Bei den Versuchen handelt es sich vorwiegend um Streifenversuche ohne Wiederholung. Die Versuche werden mit konventioneller Mechanisierung angelegt, gepflegt und geerntet. Eine Zusammenarbeit bzw. ein Zusammentragen der Resultate bringt mehr Sicherheit bei der Interpretation der Ergebnisse und eine höhere Verlässlichkeit der Daten. Publikation der Versuchsresultate: Die Publikation von Resultaten eines einzelnen Standortes hat wenig Aussagewert. Die Resultate, sofern diese in der Presse veröffentlicht werden, finden starke Beachtung in der Praxis und werden oft überbewertet. Zusammenarbeit mit privaten Firmen: Die landw. Bildungszentren werden als offizielle oder neutrale Stellen gerne von privaten Firmen als Versuchspartner gewählt. Dadurch sind in den vergangenen Jahren gegenseitig viele wertvolle, persönliche Kontakte entstanden. Erfahrungsaustausch: Jeder Ackerbaulehrer steht im Wesentlichen vor denselben Herausforderungen und Problemen. Warum nicht miteinander Wissen generieren, austauschen und weitergeben?! An der ersten Sitzung wurden folgende Punkte beschlossen:
Folgende Ziele verfolgt somit das Forum Ackerbau:
Das Forum Ackerbau hat Einsitz mit Expertenstatus in den drei Technischen Kommissionen der Swiss Granum: TK Brotgetreide, TK Futtergetreide und Eiweissfrüchte, TK Oelsaaten. In der TK Brotgetreide vertreten wir auch das Mandat und Stimmrecht der LBL. Zudem sind wir vertreten in der vom Schweiz. Bauernverband eingesetzten „Plattform Pflanzenproduktion Schweiz“. Die Sorten- und Intensitätsversuche von Wintergerste und Brotweizen werden mittlerweile im Auftrag der Swiss Granum durchgeführt. Die übrigen Versuche werden in eigener Regie bzw. in Koordination mit interessierten Stellen angelegt. Speziell erwähnt sei hier die enge Zusammenarbeit mit der fenaco, mit DSP und mit den Forschungsanstalten. Im Sommer 2002 konnte das Forum eigene Qualitätsanalysegeräte am Standort des Sämereienzentrums Niderfeld in Winterthur in Betrieb nehmen. Wir sind heute in der Lage, Versuchsmuster von allen Druschfrüchten zu trocknen, zu reinigen und anschliessend zu analysieren. Es stehen uns dazu ein NIR-Ganzkornanalysegerät , ein Entgranner, ein Windsichter und ein Fallzahlgerät zur Verfügung. Nötig wurde dieser Schritt, weil die Versuchstätigkeit laufend ausgebaut wurde und weil die Forschungsanstalt Reckenholz, welche bisher die Analysen für uns gemacht hat, keine freien Kapazitäten mehr hat. Finanziert wurden die Analysegeräte von den Saatzuchtgenossenschaften Aargau, Thurgau und Zürich, von der SEMAG, von Z-Saatgut Suisse und vom SSPV. Die Anlagen werden der sich formierenden Vereinigung „Ostschweizer Saatgutproduzenten“ gehören. Die fenaco VO Niderfeld stellt grosszügigerweise den Platz für die Analysegeräte, die Trocknungsanlage und das Fallzahlgerät zur Verfügung. In jüngerer Zeit hat sich das Forum zu verschiedenen Fachfragen bei den zuständigen Behörden engagiert. Erwähnt seien hier die Anträge für die Handhabung der Bestimmung „+20% N bei Futterweizen und Hybridroggen“, die Tastversuche mit Entec und dem Antrag, dieses Düngemittel in der Schweiz zu erforschen bzw. zuzulassen, sowie die Wunschliste an die Forschungsanstalten zu Forschungsthemen im Pflanzenbau. Das Ziel, den Landwirten praxisnahe, aktuelle Resultate über Publikationen, Flurumgänge und Vorträge zukommen zu lassen, steht nach wie vor im Vordergrund. Die Publikationen werden stark beachtet. Es muss unser Bestreben sein, die Verlässlichkeit der Daten ständig zu hinterfragen und zu verbessern. Dabei dürfen wir nicht vergessen,
dass die Versuchstätigkeit nur Nebengeschäft und nicht Kerngeschäft
der Lehrer und Berater an der Landw. Bildungszentren ist und sein kann.
Der Aufwand für Koordination, Anlegen, Bonitieren, Ernten, Analysieren,
Auswerten und Publizieren muss möglichst klein bleiben. Nur so können
wir langfristig die Tätigkeiten im Rahmen des Forums in den Kantonen
rechtfertigen. Die Zukunft wird zeigen ob es uns gelingt, die ambitiösen
Ziele zu erreichen und dem Forum Ackerbau einen festen Platz im Wissenssystem
Pflanzenbau Schweiz zu verschaffen. |
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Webmaster: A.
Vetsch |